Hochaltar

Rokoko-Hochalter: Mächtiger Rokoko-Hochalter, bis in die Gewölbezone reichend. 1769 vom Neunkirchner Tischlermeister Michael Heimb errichtet. Säulengestützte Seitenteile der Apsisform und den Fenstern angepaßt. Sehr großes Altarbild die „Himmelfahrt Mariens“ darstellend. Darüber die Heilige Dreifaltigkeit, umgeben von zahlreichen Putti. Auf der Sockelzone der Seitenteile vier Heiligenfiguren (Florian, Eligius?, Bernhard, Ernestus). Im Vordergrund der Tabernakel, flankiert von zwei vorplastischen Engeln, bekrönt mit einer barocken Kopie des Gnadenbildes „Mariahilf“ von Lucas Cranach d.Ä. Das Bild befand sich ursprünglich in der Marienkapelle und war wegen der Wundertätigkeit ab dem 18. Jh. Ziel zahlreicher Wallfahrten.

Figurale Konsolen im westlichen Joch des gotischen Chores (dieses war in romanischer Zeit die Rechteckapsis des Erstbaues). Die spitz nach unten zulaufenden polychromen Kopfkonsolen sind reich verziert (wie die Kapitelle) und weisen in der Physiognomie große Ähnlichkeiten auf, wie die Köpfe an den Ecken des Dachgesimses des Chores (Parler-Schule, um 1400). Die in der Literatur mehrfach geäußerte Interpretation, es wären dies die „Quatuor Coronati“ (Die „vier Gerönten“, Patrone der Steinmetze), muß abgelehnt werden, da nur eine Figur eine Krone hat, und derlei Darstellungen als Plastik in Österreich nicht nachweisbar sind. Vielmehr ist in eine Interpretation der Figuren als die vier Hauptpropheten des Alten Testaments zu denken, wofür es in Österreich genug Parallelbeispiele gibt. Datierung: um 1400.

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