Rumänien Reise 29.07 – 5.08.2013

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Montag, 29. Juli 2013:

12  Teilnehmer aus Neunkirchen und Umgebung steigen pünktlich um  06:30 Uhr in den Bus zum Flughafentransfer. P. Bernhard Lang erteilt uns den Reisesegen. In Wien gesellen sich 5 weitere Teilnehmer zu uns.

Mit Hilfe einer AUA -Angestellten gelingt uns das elektronische Einchecken, sodass uns dem pünktlichen Abflug um 12:50 nichts im Wege steht. In Bukarest erwartet uns bereits unsere Reiseleiterin Livia. Nach der Begrüßung gibt es eine mittägliche Stärkung im Bus und  unsere Rundreise beginnt. In Sinaia gibt es schon die erste Besichtigung. Im 1695 errichteten Kloster mit seinen wunderschönen Fresken leben heute noch ca. 15 Mönche. In der großen Kirchen aus dem 19. Jhdt. singen gerade zwei  Mönche die Vesper. Um 17:30 Uhr beziehen wir für  zwei Nächte das schöne Hotel in Brasov (Kronstadt).

Dienstag, 30. Juli 2013:

Den Tag beginnen wir mit einer Stadtrundfahrt in Kronstadt und spazieren dann durch den  mittelalterliche Kern zum  Hauptplatz mit seinen schönen Häusern und dem Rathaus. Nach  der Besichtigung der so genannten Schwarzen Kirche, dem größten Dom Südosteuropas  verlassen wir Kronstadt. Wir fahren nach Bran (Törzburg) zum angeblichen Dracula-Schloss, obwohl  der blutrünstige Vlad Tepes , genannt Dracula, nie dort gelebt hat. Nur sein Großvater Mircea, der Alte war dort einige Jahre Burgherr. Die gewaltige Burg wurde im 14. Jhdt. erbaut. Anschließend geht die Fahrt nochmals nach Sinaia, wo wir nach einer mittäglichen  Stärkung 10 Prozent des königlichen Sommerschlosses Peles (Ende des 19. Jhdt.)  Karl I mit seinen 160 Räumen besichtigen. Den Tag beschließen wir in einer Sektkellerei, in der  wir zu jedem Gang ein Glas Sekt und zum Hauptgericht extra ein Glas Wein erhalten.

 Mittwoch, 31. Juli 2013:

Nach 20 Minuten erreichen wir Härman (Hönigsberg) mit seiner mächtigen Wehrkirche. Die Kirchenburg aus dem 13. Jhdt. steht auf einer Fläche von mehr als 14.000 m2 und wird von einer 430 m  langen Wehranlage umgeben. Die Wehranlage ist teilweise für Touristen begehbar. Von besonderem Interesse sind die Fresken (Jüngstes Gericht) aus dem 15. Jhdt. in der Kapelle des früheren „Speckturms„. Dann beginnt die lange Fahrt in die Karpaten über den Oituz Pass nach Bacau, wo wir im Gartenrestaurant Terasa Park die Mittagspause halten. Anschließend besichtigen wir unser  erstes Moldaukloster Neamt aus dem 14. Jhdt. Dort werden wir vom humorvollen Bruder Antonie geführt. In Gura Humorului beziehen wir wieder für 2 Nächte das nächste Hotel.

Donnerstag, 01. August 2013:

Höhepunkt der Reise : Klostertag

Zunächst besuchen wir noch in Marginea eine für die sogenannte schwarze  Keramik  berühmte  Werkstatt. Die drei Klöster, die wir heute besuchen sind alles aktive Nonnenklöste. Wir beginnen mit Sucevita. Die Kirche ist mit Mauern und Wehrtürmen umgeben. Hier führt  uns Schwester Veronica, die „Gestrenge“. Sucevita wurde im 16. Jhdt. errichtet  und seine Fresken (innen und aussen) sind vollständig erhalten. Beeindruckend ist die „Leiter der Tugenden“ (Himmelsleiter).

Das anschließend besuchte Kloster Moldovita wurde ebenfalls im 16. Jhdt. von Petru Rares erbaut und ist  gleichfalls von von Mauern und Wehrtürmen umgeben. Die Führerin ist Schwester Tatjana die „Humorvolle“. Die Erklärungen beider Schwestern sind aber eher von theologischer als von künstlerischer Seite zu sehen. In Moldovita ist die Belagerung Konstantinopels das Hauptbild. Sehenswert ist hier noch das Küsterhaus.

Nach dem Museumsbesuch geht es in die wohlveriente Mittagspause, die von Livia – wie immer – gut organisiert ist. Am berühmtesten ist die 1488 errichtete Klosterkirche von  Voronet. Die Fresken stammen jedoch – wie bei den anderen Kirchen  – auch aus der Mitte des 16. Jhdt. Voronet wird die Sixtinische Kapelle des Ostens genannt. Herausragend ist das Jüngste Gericht an der Westfassade, welches von unserer Reiseleiterin Livia ausführlich  erläutert wird.

Freitag, 02. August 2013:

Fotostopp  im Dorf  Braiesti. Objekte sind die Tore und Fassaden aus Holz. Es folgt der nächste Stopp in der romantischen Bicaz Schlucht. Die Mittagspause verbringen wir oberhalb des Roten Sees. Der natürliche Stausee, zu dem wir nachher hinuntersteigen, ist durch den Absturz einer Felswand entstanden. Nach einer langen Fahrt erreichen wir das kleine Städtchen Sighisoara  (Schäßburg). Bevor wir zum gleichnamigen Hotel gelangen besichtigen wir noch während der Stadtrundfahrt eine Synagoge. Nach einem Spaziergang durch die Wehranlage  wird  uns beim gemütlichen Abendessen die Suppe in einem essbaren Suppentopf aus Brot serviert.

 Samstag, 03. August 2013:

Gestärkt durch das Frühstück nehmen einige Teilnehmer noch die Mühe auf sich durch einen Stiegenaufgang den höchsten Punkt des Ortes zu erreichen: zu sehen gibt es unter anderem die deutsche Schule, die Bergkirche  und den Friedhof. Eine der mächtigsten Kirchenburgen Siebenbürgens besichtigen wir  in Biertan. Sehenswert sind dort neben dem Flügelaltar in der Kirche, einem gewaltigen Türschloss  auch  die Fresken im sogenannten  Katholischen Turm. Weil die Kirche evangelisch war, wurden dort die katholischen Gottesdienste gehalten. Nach dem Besuch des Museums und der Begehung der Wehranlage geht die Fahrt  weiter. Während der Fahrt durch ein  Romaviertel erläutert uns Livia ausführlich die Probleme mit den „Zigeunern“ (Roma). In der mittelalterlichen Stadt Medias befindet sich mitten im Ortskern die Kirchenburg, in der  ebenfalls ein wunderschöner Flügelaltar zu besichtigen ist. Nach der Mittagsrast setzen wir die Fahrt fort und gelangen am frühen Nachmittag nach Sibiu (Hermannstadt) . Wir spazieren durch die Fußgängerzone, den großen und den kleinen Ring. Doch damit ist der heutige Tag noch lange nicht beendet. wir fahren nach Sibiel und mit einer kurtzen Kutschenfahrt zum dortigen einmaligen Hinterglasikonen Museum. Den Abschluss des ereignisreichen Tages bildet ein üppiges, rustikales Abendessen mit Schnaps und Wein bei einer liebenswerten Bauernfamilie.

Sonntag, 04.August 2013:

Am frühen Vormittag folgt der 2. Teil des Stadtrundganges in Sibiu mit Besuch des Gottesdienstes in der Katholischen Kirche. Nach der anschließenden Besichtigung  des Bruckenthal Museums beginnt die lange Fahrt nach Bukarest. Einziger Stopp ist das von Mircea dem alten gegründete kleine Kloster Cozia im gleichnamigen Naturschutzgebiet. In einem vornehmen Restaurant nehmen wir das Abendessen zu  uns.

Montag, 05. August 2013:

Die Reise neigt sich dem Ende zu. Da Livia eine andere Gruppe übernehmen muss, führt uns heute Ioana.  Während der Stadtrundfahrt besichtigen wir neben verschiedenen Kirchen und anderen Gebäuden der Altstadt auch das monströse Parlamentsgebäude. Es zählt mit seinen 1100 Räumen und den 350.000 m2  Fläche zu den größten Gebäuden der Welt. Mit dem Besuch des Freilichtmuseums beenden wir diese wunderschöne Rundreise, bei der wir –  vor allem auch dank Livia – ein neues und positiveres Bild von Rumänien gewonnen haben. Der Flug nach Wien, wo wir pünktlich landen , verläuft problemlos. Über den Transfer nach Hause breite ich den „Mantel des Schweigens“

Reisebegleiter: Schwaiger Alfred

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3 Antworten zu Rumänien Reise 29.07 – 5.08.2013

  1. Andreas schreibt:

    Herzlichen Dank für den ausführlichen Bericht und die großartigen Fotos.
    Diese vermitteln einen guten Eindruck von dieser Reise.
    Danke auch für die langjährige Treue dem Reiseveranstalter gegenüber!

  2. Martin Fasan schreibt:

    Gratuliere zu dieser großartigen Reise und zu den beeindruckenden Bilden. Ich glaube, ich sollte auch dort hin fahren!

  3. Johann und Margarete Dinhobl schreibt:

    Lieber Alfred!
    Wir werden auch diese Reise wieder in sehr schöner Erinnerung behalten. Deine Reisen waren und sind immer etwas besonderes. Es ist keine Reise von der Stange.
    Hoffentlich bleibst du uns noch lange erhalten!

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